
Zwei Vertragsverlängerungen, die sich wie Neuzugänge anfühlen
Das lange Warten hat endlich ein Ende, denn mit der kommenden Saison darf der SV Wacker Burghausen endlich wieder Christopher Kraemer und Mohammad Mottaghinia auf der Matte begrüßen. Beide Sportler fielen verletzungsbeding in der vergangenen Saison für die gesamte Mannschaftsrunde aus und wurden in vielen Situationen schmerzlich vermisst, sodass sich die Vertragsverlängerungen der beiden Ringer quasi wie Neuzugänge anfühlen.
Das Martyrium, das der Allgäuer Christopher Kraemer hinter sich hat, sucht tatsächlich seines Gleichen. Bevor er 2021 zum SV Wacker Burghausen wechselte, machte er nach einem Kreuzbandriss eine schwere Zeit durch, denn die vollständige Genesung nach einer derart schweren Verletzung nahm nahezu ein komplettes Jahr ein. Doch Kraemer kämpfte sich mit eisernem Willen zurück auf die Matte und feierte im Jahr 2023 den Titelgewinn bei den deutschen Einzelmeisterschaften. Auch in der Bundesliga zeigte Kraemer starke Leistungen - bei seinen fünf Bundesligaeinsätzen gelangen ihm vier Siege. Doch bereits vor den Playoffs warf Kraemer eine Knieverletzung zurück, die im Anschluss zweimal operativ behandelt werden musste. Dadurch konnte Kraemer dem Burghauser Titelgewinn in der Saison 2023 nur vom Mattenrand auf Krücken beiwohnen. Doch Kraemer fightete sich auch dieses Mal zurück auf die Matte und zeigte derart starke Leistungen, dass er vom Bundestrainer für die Teilnahme am letzten Olympia-Qualifikationsturnier nominiert wurde. Doch viel schlimmer als der Umstand, dass Kraemer die angestrebte Olympia-Qualifikation verpasste, war der Umstand, dass er sich erneut am eh schon lädierten Knie verletzte und sich einer weiteren Operation unterziehen musste. Da diese nicht den gewünschten Erfolg brachte, musste sich Kraemer nochmals unters Messer legen. Wenngleich dieser weitaus schwerere Eingriff nun erfolgreich war, bedeutete dies Kraemers Ausfall für die gesamten Bundesligasaison 2024. Seit einigen Monaten befindet sich Christopher Kraemer wieder im Training bei seinem Heimatverein TSV Westendorf, bei dem er sich auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet. Bei den Deutschen Meisterschaften in Elsenfeld stand Kraemer endlich wieder auf der Matte und wenngleich es in der Gewichtsklasse bis 67kg nicht für eine Medaille reichte, war es für ihn doch ein großer Schritt zurück zur Normalität. Und spätestens zum Bundesliga-Auftakt Ende September werden die Burghauser Ringerfans Christopher Kraemer wieder in der Burghauser Sportparkhalle bewundern dürfen, wenn sich die geborene Kämpfernatur seinen Gegnern zum Duell stellt.
Eine ähnliche Leidensgeschichte musste der Spanier Mohammad Mottaghinia durchleben, der zu Saison 2024 als Neuzugang von der Sportlichen Leitung des SV Wacker Burghausen vorgestellt wurde. Doch auch ihm war es nicht vergönnt, seine ringerischen Fähigkeiten dem Burghauser Publikum präsentieren zu dürfen. Denn nach seinem starken fünften Platz bei den Europameisterschaften, erging es Mottaghinia ähnlich wie seinem Teamkameraden Christopher Kraemer. Nach der verpassten Olympia-Qualifikation musste er sich einer schwerwiegenden Schulteroperation unterziehen, die einen Einsatz in der Bundesliga unmöglich machte. Aber auch er kämpfte sich nach Monaten des Schmerzes zurück auf die Matte. Und nach einem eher durchwachsenen Auftritt beim Muhamet Malo Turnier in Albanien machte Mohammad Mottaghinia bei den heurigen Europameisterschaften einen großen Schritt zurück zur alten Leistungsfähigkeit. Im Limit bis 79kg rückte der gebürtige Iraner bis ins kleine Finale vor und unterlag dort knapp dem Georgier Vladimeri Gamkrelidze mit 1:4 nach Punkten. Doch Mottaghinias Leistungen während des gesamten Turniers gaben durchaus Grund zur Hoffnung, dass er auch in der anstehenden Bundesliga-Saison mit starken Leistungen die Wackerfans von seinen Qualitäten überzeugen wird können.
Analog zur Vertragsverlängerung von Mohammad Mottaghinia und Christopher Kraemer wurde ebenfalls bekannt, dass der SV Wacker Burghausen in der kommenden Saison vorerst keine Lizenz für den Freistil-Schwergewichtler Alen Khubulov ziehen wird. Wenngleich der Bulgare im vergangenen Jahr im U23-Bereich mit dem Titelgewinn bei den U23-Europameisterschaften sowie dem Gewinn des Vize-Weltmeistertitels international zu überzeugen wusste, sahen sich die Burghauser Verantwortlichen zu diesem Schritt genötigt. Der entscheidende Auslöser für diesen Schritt ist die konstante Verschärfung des Punktesystems in der Bundesliga. Da dem SV Wacker Burghausen – so wie auch allen anderen Bundesligisten - in der kommenden Saison wieder ein Punkt weniger für ihre Mannschaftsaufstellungen zur Verfügung steht, ist für den Einsatz des Bulgaren in der kommenden Saison tendenziell kein Spielraum mehr gegeben. Da sich Khubulovs Ringer-Pass weiterhin in Burghausen befindet und er den Verein nicht wechselte, könnte der SVW in der laufenden Mannschaftsrunde jederzeit eine Starterlaubnis für den begnadeten Freistilringer beantragen.

Alte Liebe rostet nicht: Spaß und Ernst liegen beim Schafkopfen bekanntlich nah beisammen.
Einladung zum Schafkopfturnier der Ringer-Abteilung
Liebe Mitglieder, Freunde und Kartenspiel-Enthusiasten,
im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes des SV Wacker Burghausen laden wir euch ganz herzlich zu unserem Schafkopfturnier in geselliger Atmosphäre ein. Ob routinierter Spieler oder ambitionierter Hobby-Kartler – bei uns steht der Spaß am Spiel im Vordergrund!
🎴 Schafkopfturnier der Ringer-Abteilung
📅 Datum: Samstag, 19. Juli 2025
🕙 Beginn: 10:00 Uhr
📍 Ort: Sportheim des SV Wacker Burghausen
💶 Startgeld: 10 Euro pro Person
Neben attraktiven Geldpreisen winken Freikarten für Heimspiele unserer Fußball- und Ringer-Mannschaften sowie weitere tolle Sachpreise – da ist für jeden etwas dabei! Natürlich ist auch rund um das Turnier einiges geboten: Für Speis und Trank ist wie immer bestens gesorgt, und im Anschluss an das Turnier geht das Sommerfest mit einem bunten Programm für Jung und Alt weiter.
Kommt vorbei, zeigt euer Können und genießt einen unterhaltsamen Tag im Kreise der SVW-Familie. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer, spannende Runden und gute Gespräche!
Mit besten Grüßen und einem kräftigen „Gut Blatt!“
Eure Ringer des SV Wacker Burghausen

von rechts: Eva Aigner, Hannah Bonauer, Amalia Filser
Oberbayerische Meisterschaften
Ingolstadt. Starkes Saisonfinale für die Fechter des SV Wacker Burghausen
Mit insgesamt 17 Starts von der U9 bis zur U17 war der SV Wacker Burghausen bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Ingolstadt stark vertreten – und konnte ein beeindruckendes Ergebnis erzielen.
Besonders erfolgreich verlief das Turnier in der Altersklasse Florett U15: Hier sicherte sich Burghausen das komplette Podest. Hannah wurde Oberbayerische Meisterin, Amalia belegte Platz 2, Eva komplettierte das Treppchen mit Platz 3.
Auch in den weiteren Altersklassen zeigte sich das Team in Bestform:
Amalia holte zudem Gold in der U13, Carla wurde Zweite in der U9,
Damian erkämpfte sich einen den dritten Platz in derselben Altersklasse.
Ein rundum gelungener Saisonabschluss für das Burghauser Fechtteam – mit viel Einsatz, starken Einzelleistungen und großem Teamgeist.
Handballer D-Jugend feiert 2. Platz in Unterhaching
Der HT-Jugend Cup ist seit einigen Jahren ein bekanntes Handball Rasenturnier in Bayern und so kamen auch dieses Jahr wieder 16 der besten D-Jugendmannschaft nach Unterhaching. Mit dabei waren diesmal auch die jungen Handballer der Trainer Thomas Reitmeier und Michael Kalchauer und zeigten eine beeindruckende Mannschaftsleistung.
Gleich im ersten Spiel der Gruppenphase traf man mit Trudering 1 auf einen körperlich überlegenen Gegner. Allerdings lies man sich davon nicht beeindrucken konnte schnell mit tollen Aktionen glänzen. Vor allem die technisch versierten Spieler Kay Kugler und Robin Kerwagen eroberten immer wieder Bälle in der Abwehr und spielten vorne tolle Tore heraus. Nachdem sich die Truderinger auf das schnelle und offensive Spiel der Burghauser eingestellt hatten, konnte sie allerdings Tor um Tor aufholen. Dass es für die Münchner am Ende nicht mehr ganz reichte, lag Torhüter Julian Grabner, der mit tollen Paraden und schnellen Reflexen immer wieder freie Würfe parieren konnte und so den 13:12 Auftaktsieg festhielt.
Die beiden weiteren Spiele in der Gruppe D stellten für die Burghauser keine große Herausforderung dar. So konnten die Trainer munter durchwechseln und allen Spielern lang Spielzeiten geben. Gegen den TSV Weilheim 2 (14:6) und SF Föching (14:2) waren es nun Leonard Nagel und David Asenkerscherbaumer die immer wieder den Ball erfolgreich eroberten und im gegnerischen Tor unterbrachten. Besonders freuten sich die Trainer auch über die Kissner Zwillinge Finn und Linus, die mit tollen Aktionen zeigten, dass sie viel in den Trainings der letzten Wochen gelernt haben. So war der Gruppensieg gesichert und es war noch genug Energie da, um sich zwischen den Spielen den beliebten Wasser-Attraktionen an diesem heißen Tag zu erfreuen.
Im Viertelfinale traf man mit HT München 2 auf eine der Gastgeber Mannschaften. Allerdings war zu Beginn des Spiels das Glück nicht auf der Seite der Burghauser. Nach einigen Pfostentreffern im Angriff und mangelndem Rückzugsverhalten stellt sich schnell ein 3 Torrückstand ein. Aber dann bewiesen vor Allem die älteren Spieler David Endres und Benedikt Schmitz einen kühlen Kopf. Mit einer kleinen Umstellung im Abwehrverbund konnten sie wieder erfolgreich Ball um Ball erobern und die schnellen Robin Kerwagen und Kay Kugler verwandelten diese präzise im gegnerischen Tor bis zum 10:9 Erfolg.
Der Einzug ins Halbfinale war für die Trainer schon ein Achtungserfolg mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Umso überraschender kam dann der souveräne Sieg (11:7) gegen HT München 1. Von Anfangs sprühten die Spieler voller Spielfreude. Besonders effektiv zeigte ich nun Daniel Amendt als Kreisläufer. Ein ums andere Mal wurde er von seinen Mitspielern freigespielt und schloss zuverlässig ab. Nachlässigkeiten in der Abwehr bügelte Torwart Julian Grabner mit seinen Paraden aus und so zog man unter großem Jubel in das Finale ein.
Dort wartete aber an diesem Tag mit dem TuS Prien 1 ein körperlich überlegenerer Gegner, der fast mühelos seine bisherigen Spiele gewinnen konnte, auf die jungen Burghauser. Die Zuschauer sahen ein tolles Finale mit schönen Spielkombinationen auf beiden Seiten und einer aufopferungsvoll kämpften Burghauser Abwehr. Allerdings reichten die Kräfte nicht um die großen und schnellen Priener ständig in Schach zu halten. Aber das 12:8 Endergebnis schmälerte nicht die Leistung an diesem Tag.
Besonders freuten sich die Trainer, dass sie in allen Spielen jedem Spieler Einsatzzeiten geben konnte und sich auch bei knappen Spielständen alle in den Dienst der Mannschaft stellten. Ein großer Dank geht auch an die mitgefahrenen Eltern und Geschwister die das Erlebnis an diesem Tag perfekt machten. Das nächste große Rasenturnier findet am 26./27.7. in Burghausen statt und auch hier wird man sich wieder mit 12 Top Mannschaften aus Südbayern messen dürfen.
Burghausens Handballer starten als erster bayerischer Verein mit Five-a-Side durch
Initiatorin Tina Busch etabliert die neue Form des Handballspiels bei den Herzogstädtern.
Tina Busch begleitet und unterstützt ihren handballbegeisterten Mann und ihre Kinder, die alle zusammen erfolgreich in der Handballabteilung des SV Wacker Burghausen aktiv sind, wo sie nur kann. Allerdings hatte das Handballfieber die ehemalige Handballerin der SG Sickte-Schandelah (Niedersachsen), die von 2017 – 2021 erfolgreich die Bambinis und Minis der Herzogstädter trainierte, wieder selbst gepackt. Der Handball lässt einen bekanntlich nie los. Durch eine ehemalige Mitspielerin kam die Idee zu Five-a-Side – Handball, worauf sich Tina Busch beim Handballverband Niedersachsen-Bremen meldete und sich die Ausrüstung sowie die entsprechenden Infos beschaffte.
„Five-a-Side“ ist eine besondere Form des Handballs und wird völlig kontaktlos auf einem etwas kleineren Feld mit 5 Spielerinnen oder Spielern pro Team gespielt. Der besondere Ball, der Ähnlichkeiten mit einem Softball hat, aber die identische Größe im Erwachsenenspielbetrieb besitzt, lässt sich nach kurzer Gewöhnungsphase gut handhaben. Zudem gibt es keinen festen Torwart und auch ein Schiedsrichter ist nicht erforderlich, denn oberstes Gebot ist Fairness. Bei Regelverstößen einigen sich die Teams eigenständig.
Die Idee in der Handballabteilung des SV Wacker Burghausen „Five-a-Side“ zu spielen war geboren, sodass über eine WhatsApp-Gruppe ein erstes Treffen im Januar vereinbart wurde. Die Resonanz war sehr positiv. Viele ehemalige Burghauser Handballerinnen und mehrere Handballer kamen somit nach vielen Jahren auf dem Spielfeld der Sportparkhalle wieder zusammen und trainieren seitdem nun in regelmäßigen Abständen fleißig zusammen. Mit dieser neuen Form des Spiels gilt der SV Wacker Burghausen als Pilotverein in Bayern und will damit alle Neulinge, ehemalige und aktive Handballspieler ansprechen. Schade ist jedoch, dass man als bislang einziger bayerischer Verein noch keine Five-A-Side-Spiele oder Turniere bestreiten kann. Die eigene Ausrichtung eines Five-a-Side-Turniers wäre somit das nächste Ziel. Dennoch ist man hochmotiviert und freut sich stets auf neue Mitspieler. Trainiert wird immer jeden zweiten Sonntag im Monat von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in der Sportparkhalle.