Silber bei den Deutschen U14-Meisterschaften für Timur Muhametow

Timur Muhametow wurde in Hösbach Deutscher Vizemeister!

Was für ein Erfolg! Bei seiner zweiten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften gewann das Nachwuchstalent der Ringer des SV Wacker Burghausen nach herausragenden Leistungen die Silbermedaille. Komplettiert wurden die guten Leistungen der Burghauser Jugendringer mit dem sechsten Platz von Noel Scholz sowie dem vierten Platz von Kiryl Sulkousky. Die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U14 im griechisch-römischen Stil fanden heuer im unterfränkischen Hösbach statt, die Wettbewerbe im freien Stil im nordrhein-westfälischen Witten.

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil der Altersklasse der U14 entsandte der SV Wacker Burghausen mit Timur Muhametow, Noel Scholz und Talha Yilmaz drei hoffnungsvolle Talente, die sich zum Wettstreit um die begehrten Medaillen zum Kampf stellen. Allen voran war es heuer Timur Muhametow, der in der Klasse bis 62kg mit seinem zweiten Platz für Furore sorgte. In den Poolkämpfen am Samstag deklassierte das Burghauser Nachwuchstalent die gesamte namhafte Konkurrenz ungefährdet. Bei seinen vier Auftritten ging er jedes Mal als klarer Sieger von der Matte – mit drei Überlegenheitssiegen und einem Schultersieg sicherte sich Muhametow dank überaus routinierten und konzentrierten Leistungen den Finaleinzug. Dort traf der junge Wackerianer auf Till Walter Foerster (HAC Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern). Mitte der ersten Runde setzte Muhametow zu einem Armdrehschwung an, der ihm zwei Wertungspunkte einbrachte. Nach der angeordneten Bodenlage baute er seinen Vorsprung zur Halbzeit auf 3:0 aus. In der zweiten Runde verkürzte sein Gegner zuerst auf 3:1, wenig später glich er per Durchdreher auf 3:3 aus. Vierzig Sekunden vor Kampfende ging der Burghauser wieder mit 4:3 in Front, nachdem er seinen Gegner aus der Ringbegrenzung befördern konnte. Doch in der letzten Sekunde verließ auch Muhametow nochmals die Matte per Step-Out - Till Walter Foerster ging mit 4:4 in Führung, was auch nach einem lange andauernden Videobeweis bestätigt wurde. Damit platzten Timur Muhametows Träume von der Goldmedaille auf die wohl bitterste Weise überhaupt.

Noel Scholz trat in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 57kg an. In den Poolkämpfen zeigte Scholz bei seinen Auftritten Licht und Schatten. Besonders ärgerlich war vor allem sein zweiter Poolkampf gegen den späteren Deutschen Meister Lionel Schulz (AC Ziegelhausen, Nordbaden), gegen den der Burghauser lange Zeit in Führung lag und am Ende doch noch mit 6:7 nach Punkten unterlag. Bei seinen drei Siegen zeigte er ansonsten absolut starke Leistungen, bei denen er auch taktisch clever agierte und sich seinerseits zweimal knapp nach Punkten gegen seine Gegner Amon Paselek (SV Untergriesbach, Bayern) und Mustafa Kilicoglu (SV Triberg, Südbaden) durchsetzen konnte. Einzig im Kampf gegen seinen Angstgegner Max Lehneis (SV Johannis Nürnberg, Bayern), gegen den er bereits bei den Bayerischen Meisterschaften klar unterlag, kassierte Scholz eine Schulterniederlage. Damit landete er im Kampf um den fünften Platz, doch auch gegen Bela Schwarz (KSV Ketsch, Nordbaden) fand er bei seiner 1:8 Punktniederlage keine Mittel, sodass er im Gesamtklassement den sechsten Rang belegte. Weniger Erfolg hatte heuer hingegen Talha Yilmaz in der 44kg-Klasse, der im Vorjahr mit de. Fünften Platz knapp an Edelmetall vorbeischrammte. Heuer verpasste Yilmaz gegen starke Gegner nach zwei Niederlagen und einem Sieg den Einzug in die Finalkämpfe. Im Gesamtklassement belegte er mit dem neunten Rang eine Platzierung im Mittelfeld.

Bei den Wettkämpfen im freien Stil gingen mit Kiril Sulkousky, Gabriel Lecher und Alexander Bulatov ebenfalls drei Starter ins Rennen, die von Christina Lechner vor Ort betreut wurden. Besonders bitter verlief aus Burghauser Sicht gleich die Auslosung in der Klasse bis 41 kg, in der sowohl Kiril Sulkousky als auch Gabriel Lecher antraten. Beide landeten im selben Pool und bestritten gleich den ersten Kampf gegeneinander. Klar das bessere Ende für sich hatte in diesem vereinsinternen Kräftemessen Kiril Sulkousky, der mit 10:0 deutlich die Oberhand behielt. Im weiteren Turnierverlauf gelang Sulkousky noch ein weiterer Sieg gegen Alexander Siebert (SC Nürnberg 04, Nürnberg). Im entscheidenden Duell um den Finaleinzug gegen Oldrich Bartsch (FC Erzgebirge Aue, Sachsen) war er hingegen nicht vom Glück verfolgt und unterlag vermeidbar mit 5:5. Auch im Kampf um die Bronzemedaille fand Sulkousky gegen Tomi Tews (KSV Witten 07, Nordrhein-Westfalen) nicht die richtigen Mittel und unterlag ebenfalls unglücklich mit 1:2 nach Punkten. Mit dem vierten Platz verpasste er zwar das erhoffte Edelmetall denkbar knapp, die gezeigten Leistungen zeugen aber von einer guten Turnierleistung. Gabriel Lechner fand seinerseits nach seiner Auftaktniederlage schnell zurück in die Erfolgsspur. Nach zwei souveränen Siegen und einer ärgerlichen Niederlage in den weiteren Poolkämpfen zog Lechner in den Kampf um den fünften Platz ein, den er klar mit 10:0 für sich entschied. Einen starken Einstieg ins Turnier zeigte zudem auch Alexander Bulatov im Limit bis 48kg. Nach zwei Siegen zum Auftakt wollte dem Burghauser Kraftpaket allerdings kein weiterer Sieg mehr gelingen, der für den Einzug in die Finalrunde notwendig gewesen wäre. Im Gesamtklassement landete Bulatov bei seinem Debüt auf Deutschen Meisterschaften auf dem zehnten Rang.

Jugendleiter Halit Yilmaz, der zusammen mit dem Burghauser Nachwuchstrainer Mario Scholz in Hösbach bei den Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil seine Schützlinge betreute, zeigte sich in Summe mit den gezeigten Leistungen zufrieden: „Sportlich zeigte sich über den gesamten Turnierverlauf ein hohes technisches und taktisches Niveau. Zahlreiche Kämpfe wurden vorzeitig durch technische Überlegenheit (TÜ) entschieden – ein Hinweis auf die klare Qualitätsspitze einzelner Athleten. Gleichzeitig gab es viele enge Duelle, die erst durch taktische Cleverness oder minimale Punktunterschiede entschieden wurden. Timur Muhametows Leistungen waren über das Wochenende hinweg tadellos – einzig die Finalniederlage war wirklich bitter“

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