Ringer kämpfen um nationale Titel – Burghausen mit starkem Aufgebot

Idris Ibaev möchte in Elsenfeld seinen letztjährigen Titelgewinn verteidigen.

Vom 04. bis 06. Juni 2026 wird die Untermainhalle in Elsenfeld erneut zum Zentrum des deutschen Ringsports. Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen treffen sich die besten Athletinnen und Athleten des Landes, um ihre diesjährigen nationalen Titelträger zu ermitteln. Mit insgesamt knapp 300 gemeldeten Teilnehmern zählt das Turnier zu den größten nationalen Wettbewerben im deutschen Ringsport. Nach dem Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft geht das Team von der Salzach auch in den Einzel-Wettbewerben in zahlreichen Gewichtsklassen mit aussichtsreichen Athleten auf die Matte.

Zum dritten Mal in Folge ist das beschauliche unterfränkische Elsenfeld der Treffpunkt für die besten deutschen Ringer, wenn es im Rahmen der Deutschen Meisterschaften um die Vergabe der begehrten Medaillen geht. Neu ist hingegen die Art und Weise der Ausrichtung der Wettkämpfe, bei der heuer vom internationalen Standard abgewichen wird. Anstatt die Titelkämpfe auf zwei Tage zu verteilen – am ersten Tag erfolgten bisher stets die Vorrundenkämpfe, am zweiten Tag die Final-Kämpfe - werden heuer einzelne Gewichtsklassen an einem Tag komplett ausgetragen.

Bei den Freistil-Wettbewerben wird heuer einzig Magomed Kartojev an den Start gehen, der sich in der Klasse bis 70kg der starken Konkurrenz stellen wird. Größter Konkurrent um den diesjährigen Titelgewinn dürfte Marcel Wagin (KSV Rimbach, Hessen) sein. Nicht antreten wird hingegen Eduard Tatarinov, der im 92kg Limit sicherlich zu den Top-Favoriten gezählt hätte.

Wesentlich breiter ist hingegen das Burghauser Teilnehmerfeld im griechisch-römischen Stil. Im 67kg-Limit wird Benjamin Haizinger auf die Matte gehen, der in der Oberliga mittlerweile für den SV Untergriesbach startet. Bei Einzelmeisterschaften vertritt er jedoch noch immer die Burghauser Farben. Ex-Wackerianer Christopher Kraemer (TSV Westendorf, Bayern) gilt in dieser Klasse als Spitzenkandidat, wenn es um die Vergabe der Goldmedaille gilt. In einer der am stärksten besetzten Gewichtsklassen überhaupt werden sich Idris Ibaev und Baschir Kartojev zum Kampf stellen. Das Limit bis 77kg ist gespickt mit deutschen Spitzenringern: neben den beiden Burghausern zählen Louis Lay (SVG Nieder-Liebersbach, Nordbaden) und Samuel Bellscheidt (KSK Konkordia Neuss, Nordrheinwestfalen) zum Favoritenkreis. In der Klasse bis 82kg startet zudem Benedikt Rothe. Besonders interessant am 82kg-Limit: rein von den gemeldeten Athleten sind direkte Favoriten auf Anhieb nicht auszumachen – diese Gewichtsklasse dürfte die mit am ausgeglichensten besetzten Klasse des gesamten Turniers darstellen, in der die Tagesform der Sportler einen enormen Faktor ausmachen wird. An einem guten Tag ist daher Rothe auch ein Platz im Vorderfeld zuzutrauen. Bei den schweren Jungs wird zudem Burghausens Eigengewächs Alexander Kreimer antreten. Sein Gegnerfeld im Schwergewicht scheint übermächtig: Sowohl Olympia-Teilnehmer Jello Krahmer (ASV Schorndorf, Württemberg), der vierfache Deutsche Meister Franz Richter (AVG Markneukirchen, Sachsen) als auch der amtierende Deutsche Meister Patrick Neumaier (KSV Hofstetten, Südbaden) dürften in dieser Gewichtsklasse die Spitzenplätze unter sich ausmachen.

Verletzungsbedingt fehlen wird in jedem Fall Witalis Lazovski, der bereits im Finale der abgelaufenen Bundesligasaison nur vom Mattenrand mitfiebern konnte und vor wenigen Wochen auch seinen Start bei den diesjährigen Europameisterschaften absagen musste. Darüber hinaus fehlt auch Burghausens Neuzugang Artur Tatarinov, der aus persönlichen Gründen wie sein Bruder Eduard auf einen Start in Elsenfeld verzichtet.

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