Gulomjon Abdullaev holt Bronze bei den Asienmeisterschaften

Starker Auftritt: Gulomjon Abdullaev sichert sich Bronze bei den Asienmeisterschaften

Während sich viele der Burghauser Ringer auf ihre Einsätze im Rahmen der anstehenden Europameisterschaften bzw. der Deutschen Meisterschaften vorbereiten, hat der Usbeke Gulomjon Abdullaev seinen ersten großen Turniereinsatz des Jahres bereits hinter sich. Der Freistilspezialist belegte bei den Asienmeisterschaften, die heuer in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans ausgetragen wurden, den starken dritten Platz. 

Bei den Asienmeisterschaften rückte Gulomjon Abdullaev eine Gewichtsklasse auf und startete im Limit bis 61kg im freien Stil. Dort besiegte er den Chinesen Wanhou Zou unaufgeregt mit 4:1 nach Punkten und zog souverän ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf den kirgisischen Lokalmatadoren Bekzat Almazbek Uulu, mit dem der Usbeke in Burghauser Diensten schon mehrfach die Klingen kreuzte. So unterlag er im WM-Halbfinale 2025 klar mit 0:0, bei den Olympischen Spielen von Paris hingegen ging er im Kampf um die Bronzemedaille als 5:1 Punktsieger hervor – ein spannender Kampf war also vorprogrammiert. Und wie schon bei den Olympischen Spielen sollte Abdullaev auch dieses Mal das bessere Ende für sich haben – nach einem sehenswerten Kampf auf internationalem Spitzenniveau ging er als 4:3 Punktsieger von der Matte und zog ins Halbfinale ein. Dort traf er – für viele Experten etwas überraschend – auf den Nordkoreaner Kwang Myong Kim, der seine beiden Gegner ungefährdet auspunkten konnte. Und schon mit der ersten erfolgreichen Aktion war dieser mit Spannung erwartete Kampf auch schon wieder vorbei: nach einem abgefangenen Beinangriff fand sich der favorisierte Abdullaev auf beiden Schultern wieder. Während der Nordkoreaner sich im Finale den Titelgewinn sicherte, ließ Abdullaev im kleinen Finale gegen den aus Turkmenistan stammenden 18-jährigen Azatberdi Ashyrgulyyev nichts anbrennen: mit 11:0 punktete er seinen Gegner vorzeitig aus und gewann damit die Bronzemedaille. Ob Gulomjon Abdullaev in der kommenden Bundesliga-Saison für Burghausen auf die Matte gehen kann, darf hingegen stark bezweifelt werden. Auf Grund der anstehenden Olympia-Qualifikationsturniere ist nicht davon auszugehen, dass er im Herbst vom Usbekischen Verband eine Freigabe für die Bundesliga erhalten wird. Selbes gilt für Razambek Jamalov, der in Bischkek im kleinen Finale angeschlagen nicht mehr antreten konnte und damit den fünften Platz belegte. Damit schwinden die Hoffnungen, den usbekischen Olympiasieger jemals im Burghauser Dress auflaufen zu sehen, nachdem er in der vergangenen beiden Bundesliga-Saisonen verletzungsbedingt bzw. in Folge einer schweren Schulter-Operation passen musste.

Klar ist hingegen, wohin es einen Teil der Burghauser Abgänge aus dem Bundesligakader verschlagen wird. So wechselt Freistil-Halbschwergewichtler Erik Thiele zum Aufsteiger RSV Rotation Greiz. Christopher Kraemer, der im Jahr 2022 vom SC Siegfried Kleinostheim an die Salzach wechselte, wird ab der kommenden Saison erneut das Trikot der Unterfranken überziehen. Mit Mohammad Mottaghinia wird zudem ein weiterer Leistungsträger aus dem letztjährigen Meisterkader Burghausen verlassen. Der Spanier wechselt zum Aufsteiger Erzgebirge Aue, wo er wie in Burghausen die Klasse bis 80kg Freistil besetzen wird. Der Bulgare Akhmed Magamaev, der im Jahr 2021 nach Burghausen wechselte und über mehrere Jahre sporadisch in den schweren Gewichtsklassen im freien Stil zum Einsatz kam, wird in der kommenden Saison den Aufsteiger RKG Reilingen-Hockenheim verstärken. Der mittlerweile 35-Jährige kam in Burghausen zuletzt in der Saison 2023/24 zum Einsatz.

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