Chancenlos im Saarland: Wacker-Ringer unterliegen in Köllerbach deutlich

David Baev sorgte in Köllerbach für einen von nur drei Burghauser Einzelerfolgen.

Die Wacker-Ringer mussten sich zum Rückrundenauftakt beim KSV Köllerbach deutlich mit 11:28 geschlagen geben. Nach der langen Fahrt ins Saarland kassierte der SVW gegen den favorisierten Tabellendritten seine vierte Saisonniederlage und rutschte in der Tabelle auf den elften Rang ab. Am Ende eines einseitigen Kampfabends konnte der SV Wacker Burghausen nur drei der zehn Einzelduelle für sich entscheiden.

Zum Auftakt der Rückrunde musste Chefcoach Eugen Ponomartschuk seine Mannschaft aufgrund des Stilartwechsels personell neu aufstellen, weshalb der SV Wacker die Eingangsklasse bis 61 kg diesmal nicht besetzen konnte. Auch im Freistilschwergewicht musste improvisiert werden, da der in der WM-Vorbereitung befindliche Batyrbek Tsakulov fehlte. So rückte mit Eduard Tatarinov der angestammte 86kg Mann in die schwerste Gewichtsklasse auf. Der Wackerianer knüpfte gegen Tillman Schäfer nahtlos an seine Galavorstellung der Vorwoche an und punktete mit Beinangriffen und Beinschrauben. Zu Beginn der zweiten Minute hatte Tatarinov seinen technisch überlegenen Punktsieg unter Dach und Fach und blieb somit in der laufenden Saison weiterhin unbesiegt. Beim Zwischenstand von 4:4 traf im 66kg Freistillimit Eric Dietrich auf Jovon Calixte. Trotz eines couragierten Auftritts musste sich der Wackerianer in der ersten Runde vorzeitig geschlagen geben. Ins Halbschwergewicht rückte anschließend Wackers 80kg Mann Albert Kreimer auf. Gegen den deutschen Spitzenringer Dominic Arnold begann Kreimer druckvoll und drängte den Heimringer in die Defensive. Mit einer 1:0 Führung im Rücken marschierte er weiter vorwärts, wurde dann jedoch von einer Schleuder seines Gegenübers überrascht und musste sich auf Schulter geschlagen geben. Im letzten Kampf vor der Pause duellierten sich Witalis Lazovski und der armenische Topmann Hayk Melikyan. Der Köllerbacher punktete im Boden immer wieder mit seiner gefürchteten Kopfklammer, ehe Lazovski zu Beginn der zweiten Halbzeit den Kampf wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben musste. Somit lag Wacker zur Pause mit 16:4 im Rückstand.

Im ersten Kampf nach der Pause traf Kürsat Zihni auf den ukrainischen Europameister Vasyl Mykhailov. Der Köllerbacher spielte seine ganze Spitzenklasse aus und gewann in der ersten Runde auf Schulter. Im 75kg Freistillimit vertrat Leo Kühl Magomed Kartojev, der aus beruflichen Gründen die weite Reise ins Saarland nicht antreten konnte. Dort traf er auf den Routinier Valentin Seimetz: Der Köllerbacher war an diesem Tag eine Nummer zu groß und wurde nach mehreren Beinschrauben vorzeitiger Sieger. Beim Zwischenstand von 4:24 traf Nachwuchstalent Sultan Muhametow auf Vasile Taran. Der Wackerianer startete stark und versuchte zu Beginn des Kampfes mit einem Angriff an die Hüfte zu punkten, wurde jedoch gekontert und ging dabei wenig später ebenfalls aufs Blatt. Im vorletzten Kampf des Abends traf Artur Tatarinov im 75kg Greco-Limit auf Marc Antonio von Tugginger. Tatarinov war von Anfang an Herr der Lage, punktete im Boden mit Durchdrehern und im Stand mit Durchschlüpfern. Am Ende stand nach einer Topleistung des Burghausers ein klarer und ungefährdeter 11:0 Punktsieg zu Buche. Im letzten Kampf des Abends gab es noch einmal einen versöhnlichen Abschluss für den SV Wacker Burghausen. David Baev zeigte gegen Altmeister Andrij Shyyka wieder einmal Freistilringen der Extraklasse und wurde Mitte der zweiten Hälfte nach zahlreichen explosiven Beinangriffen technisch überlegener Punktsieger.

Trotz der beiden deutlichen Einzelsiege von den Tatarinov-Zwillingen und David Baev reichte es für den SV Wacker Burghausen im Saarland nicht, um den KSV Köllerbach ernsthaft in Gefahr zu bringen. Vor allem die zahlreichen vorzeitigen Erfolge der Gastgeber machten den Unterschied. Nach der 11:28-Niederlage gilt es für die Salzachstädter nun, die Begegnung aufzuarbeiten und den Blick auf die kommenden Aufgaben in der Bundesliga zu richten. In den nächsten beiden Wochen hat der SV Wacker aufgrund der anstehenden Weltmeisterschaften kampffrei, ehe es am 7. November mit einem Heimkampf gegen Heusweiler weitergeht.

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