Burghauser Ringer beim Grand Prix von Deutschland im internationalen Härtetest

Idris Ibaev wird sich am Samstag in Dortmund mit einem hochklassigen internationalen Teilnehmerfeld messen.

Am kommenden Wochenende richtet der Deutsche Ringer-Bund in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle den traditionsreichen Grand Prix von Deutschland im griechisch-römischen Stil aus. Das international hochkarätig besetzte Turnier zählt seit Jahren zu den etabliertesten Vergleichswettkämpfen Europas und bietet zahlreichen Nationalringern eine ideale Standortbestimmung im Hinblick auf die kommenden internationalen Meisterschaften. Athleten aus zahlreichen Nationen werden in Dortmund erwartet und sorgen für erstklassigen Ringkampfsport auf höchstem Niveau, wenngleich die diesjährigen Teilnehmerzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben.

Schon im Vorfeld wurde klar, dass das diesjährige Turnier von zwei Tagen auf nur einen Kampftag komprimiert werden musste – eine Entscheidung, die höchstwahrscheinlich in Folge der geringen Teilnehmerzahlen getroffen wurde. Nichtsdestotrotz gehen in Dortmund jede Menge Spitzenringer auf die Matte, was interessante und qualitativ hochwertigen Ringsport zu versprechen scheint. Neben nahezu der gesamten Deutschen Greco-Nationalmannschaft wird das fachkundige Publikum auch den bulgarischen Olympiasieger Semen Novikov sowie die amtierenden Europameister Turpal Bisultanov (Dänemark) und Kiril Milov (Bulgarien) zu sehen bekommen.

Mitten im internationalen Teilnehmerfeld stehen auch zwei Spitzenringer aus dem Bundesligakader des SV Wacker Burghausen, die in Dortmund auf Medaillenjagd gehen wollen. Im Limit bis 77kg ruhen die deutschen Hoffnungen auf Idris Ibaev. Der mehrfache internationale Medaillengewinner verfügt über enorme Erfahrung und zählt regelmäßig zu den stärksten deutschen Ringern in seiner Gewichtsklasse. Mit seinem offensiven Kampfstil und seiner internationalen Routine gehört er auch in Dortmund zum erweiterten Favoritenkreis. Als seine größten Konkurrenten gelten allen voran der Ungar Levente Levai, der sich im vergangenen Jahr zum Europameister krönen konnte. Zudem könnte es zu einer Neuauflage des Finals der Deutschen Meisterschaften kommen, sollte es zum Duell mit Samuel Bellscheidt kommen. Im Limit bis 97kg wird sich zudem der Schwede Alex Bjurberg Kessidis zum Kampf stellen, der in der abgelaufenen Bundesligasaison zum absoluten Leistungsträger im Burghauser Bundesligateam avancierte. Kessidis wird es in seiner Gewichtsklasse mit einer Vielzahl an internationalen Spitzenringern zu tun bekommen, darunter Lucas Lazogianis (Deutschland) und der amtierende Europameister Kiril Milov (Bulgarien). Nicht antreten können hingegen Witalis Lazovski und Baschir Kartojev, die nach ihren überstandenen Verletzungen noch nicht in Vollbesitz ihrer Kräfte sind.

Für die Ringer des SV Wacker Burghausen stellt das renommierte Dortmunder Turnier eine wichtige Standortbestimmung vor der kommenden Saison dar. Die internationale Konkurrenz verspricht spannende und hochklassige Duelle, in denen jeder Sieg hart erkämpft werden muss. Gleichzeitig bietet der Grand Prix die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen gegen Weltklassegegner zu sammeln. Die Voraussetzungen für packende Kämpfe und erfolgreiche Auftritte der Burghauser Asse sind jedenfalls gegeben. Dortmund darf sich auf Ringkampfsport der Extraklasse freuen.

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