Sultan Muhametow holt Bronze beim U17-Sichtungsturnier des DRB

Stark gekämpft: Sultan Muhametow belegte beim stark besetzten U17-Sichtungsturnier des DRB den dritten Platz.

- 27.01.2026, 21:00
- Von: Roman Hölzl
Mit einer starken Leistung beim U17‑Sichtungsturnier des Deutschen Ringer‑Bundes (DRB) hat sich Sultan Muhametow vom SV Wacker Burghausen erneut in den Fokus der nationalen Nachwuchsförderung gerungen. Der Burghauser Nachwuchsathlet sicherte sich bei dem hochklassig besetzten Turnier den Bronzerang und bestätigte damit seine konstant positive sportliche Entwicklung im nationalen Vergleich.
Das DRB‑Sichtungsturnier der Altersklasse U17 gilt als zentrale Leistungsüberprüfung für die besten Nachwuchsringer Deutschlands. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Landeskaderathleten, die sich im Vorfeld durch entsprechende Leistungen auf Landes- und Bundesebene qualifiziert haben. Ziel des Turniers ist es, den Bundestrainern eine objektive Grundlage für Nominierungen zu Trainingslagern, internationalen Einsätzen und perspektivisch zu Nachwuchsnationalmannschaften zu liefern. Gerade deshalb besitzt eine Podestplatzierung bei diesem Wettbewerb einen besonders hohen sportlichen Stellenwert, da sie nicht nur die Tagesform, sondern auch die Leistungsstabilität eines Athleten abbildet.
Sultan Muhametow präsentierte sich in der Gewichtsklasse bis 80kg im griechisch-römischen Stil über das gesamte Turnier hinweg in guter körperlicher Verfassung und mit hoher taktischer Disziplin. In seinen Begegnungen überzeugte der Burghauser durch eine kontrollierte Kampfführung, saubere Technikausführung sowie einer starken Defensive. Besonders in engen Duellen bewies der bayerische Nachwuchsringer die nötige Nervenstärke, um die entscheidenden Punkte für sich zu verbuchen. So sicherte sich der Wackerianer zum Turnierauftakt einen knappen 3:1 Punktsieg gegen den Brandenburger Mika Schmidtke. Im zweiten Poolkampf wartete der für den ASV Schorndorf startende Can-Noah Manz, dem Muhametow bei seinem ungefährdeten 6:0 Punktsieg keine Chance ließ. Auch im dritten Turnierkampf überzeugte der Burghauser restlos: mit einem 9:0 Überlegenheitssieg gegen den Hessen Matvej Panisch blieb er auch im dritten Kampf unbesiegt. Dies sollte sich jedoch im entscheidenden Duell um den Finaleinzug ändern: gegen den Sachsen Erwin Lerchenberger (RSK Gelenau) kassierte Muhametow eine ärgerliche Schulterniederlage, da das Glück in diesem Mattengefecht wahrlich nicht auf seiner Seite war: in beiden Runden zeigte er sich als aktiverer Ringer, doch im ersten Kampfabschnitt wurde der Burghauser von seinem Gegner bei einem Griffansatz ausgekontert, in der zweiten Runde dann bei eigener Oberlage bei einem Durchdreher abgefangen und wenig später aufs Blatt gelegt. Damit war der Traum vom Finale geplatzt, doch in den anschließenden Finalkämpfen ging es für ihn noch um die Bronzemedaille. Dort wartete mit dem Saarländer Muhammed Kazik ein Gegner, der sich analog zum Wackerinaner – abgesehen von einer Niederlage – souverän durchs Turnier gekämpft hatte. Im Kampf um Bronze war der Burghauser schnell zurück in der Erfolgsspur: in einem intensiven Kampf, der von Kampfrichter-Diskussionen, einem minutenlangen Videobeweis und zurückgenommenen Wertungen geprägt war, behielt Muhametow klaren Kopf und setzte sich am Ende ungefährdet per technischem Überlegenheitssieg durch und sicherte sich damit die Bronzemedaille.
Der verdiente dritte Platz unterstreicht Muhametows Fähigkeit, auch gegen die bundesweit stärkste Konkurrenz auf Augenhöhe zu agieren und sich in entscheidenden Phasen durchzusetzen. Der Bronzerang beim U17‑Sichtungsturnier fügt sich nahtlos in eine Reihe beachtlicher Resultate ein. Bereits bei den Deutschen U17‑Meisterschaften 2025 hatte Sultan Muhametow mit dem Gewinn der Silbermedaille seine Klasse unter Beweis gestellt und sich als einer der leistungsstärksten Athleten seiner Gewichtsklasse etabliert. Auch beim internationalen Brandenburg Cup im Oktober vergangenen Jahres sicherte er sich gegen starke Konkurrenz die Bronzemedaille. Auch auf Vereinsebene gilt Muhametow seit mehreren Jahren als eines der größten Nachwuchstalente des SV Wacker Burghausen, wo er zielgerichtet mit seinem Trainer Eugen Ponomartschuk an seinem Leistungsvermögen feilt und sich kontinuierlich sportlich weiterentwickelt. Der Medaillengewinn ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für den Athleten, sondern auch ein deutliches Ausrufezeichen für den SV Wacker Burghausen und den Bayerischen Ringerverband. In einem Feld voller Auswahlringer aus allen Landesverbänden bestätigt die Platzierung die Qualität der Nachwuchsarbeit und Trainingsstrukturen am bayerischen Ringerstützpunkt.
Neben Sultan Muhametow bestritt auch Alexander Komarovskiy das U17‑Sichtungsturnier: trotz vollen Einsatzes reichte es für ihn im Limit bis 65kg zu keinem Sieg. So musste Komarovskiy gleich im ersten Turnierkampf gegen den späteren Turniersieger Xaver Engelhardt (LFC Leipzig, Sachsen) antreten und konnte dabei eine vorzeitige Niederlage nicht abwenden. Offener konnte er hingegen das Duell gegen das „Nordlicht“ Taylan Gluch (HAC Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern) bestreiten. Doch am Ende musste er sich auch in seinem zweiten Kampf mit 3:6 nach Punkten geschlagen geben. Im Gesamtklassement belegte er damit den zehnten Platz.












