Magomed und Baschir Kartojev für U23-Europameisterschaften nominiert

Magomed und Baschir Kartojev dürfen bei der U23-EM antreten!

- 10.02.2026, 22:00
- Von: Roman Hölzl
Die Burghauser Ringergeschwister Magomed Kartojev und Baschir Kartojev stehen 2026 vor einem wichtigen Meilenstein ihrer sportlichen Laufbahn: Die beiden Brüder wurden vom Deutschen Ringer‑Bund (DRB) für die U23‑Europameisterschaften im serbischen Zrenjanin, die vom 9. bis 15. März 2026 stattfinden, nominiert. Während Magomed in den Freistil-Wettbewerben in der Klasse bis 65kg antreten wird, startet sein Bruder Baschir im griechisch-römischen Stil im Limit bis 72kg.
Für Magomed Kartojev ist die Nominierung das Ergebnis einer bemerkenswerten sportlichen Entwicklung und einer absolut überzeugenden Leistung beim Großen Preis von Frankreich in Nizza. Der 22‑Jährige startete dort im Limit bis 65 kg und gewann alle drei Kämpfe gegen französische Gegner, darunter der 7:5‑Finalsieg über den international erfahrenen Routinier Quentin Sticker. Der Turniersieg in Nizza war letztlich ausschlaggebend für seine Nominierung durch den DRB, der beim Grand Prix die noch offenen EM‑Startplätze vergeben wollte. Im Finale um die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften überzeugte Magomed Kartojev zudem in der heimischen Sportparkhalle mit einem sensationellen Sieg gegen den ukrainischen WM-Fünften Vasyl Shuptar. Sollte er an seine starken Leistungen anknüpfen können, ist dem Burghauser Nachwuchsmann eine gute Platzierung bei den Europameisterschaften ohne Zweifel zuzutrauen.
Nicht weniger beeindruckend ist der Werdegang von Baschir Kartojev, der in der abgelaufenen Bundesligasaison zu absoluter Höchstform auflief und zehn seiner elf Mattengefechte für sich entscheiden konnte. Dabei besiegte er wahrlich keine „Laufkundschaft“, sondern nationale und internationale Spitzenathleten wie beispielsweise den moldawischen Olympiateilnehmer von Paris Valentin Petic oder den amtierenden Deutschen Meister Artur Tatarinov, den er in beiden Halbfinal-Begegnungen niederringen konnte.
"Die Nominierung ist für uns natürlich ein Riesenerfolg und hat einen ebenso hohen Stellenwert wie der Bundesligatitel. Die beiden haben viel auf sich genommen, indem sie als Jugendliche hier nach Burghausen gezogen sind. Deshalb freut es uns umso mehr, dass ihre ganzen Entbehrungen, ihr schier unerschütterlicher Trainingseifer gepaart mit unseren guten Trainingsbedingungen jetzt belohnt wurden. Die Vorbereitung ist zwar aufgrund der langen Saison nicht gerade optimal, aber dadurch können sie befreit aufringen und mit der Euphorie im Rücken vielleicht den ein oder anderen Favoriten ärgern", so das Burghauser Trainerteam.












