Gold für Magomed Kartojev und Zelimkhan Khadjiev beim Grand Prix von Frankreich

Beeindruckend: Magomed Kartojev sicherte sich beim Grand Prix von Frankreich die Goldmedaille

- 19.01.2026, 10:30
- Von: Roman Hölzl
Der Grand Prix von Frankreich „Henri Deglane“ stellt seit vielen Jahren das erste große internationale Kräftemessen im Turnierkalender der Ringer dar. Auch heuer war Nizza, eine der Perlen der Côte d'Azur im Süden Frankreichs, Austragungsort dieser ringerischen Großveranstaltung. Mit von der Partie waren die beiden Burghauser Freistil-Asse Magomed Kartojev und Zelimkhan Khadjiev, die sich beide in beeindruckender Manier jeweils den Turniersieg sicherten.
Auf Grund der Tatsache, dass die deutschen Nationaltrainer den Grand Prix dazu auserkoren hatten, dort die verbliebenen Startplätze für die im März stattfindenden U23 Europameisterschaften zu vergeben, hatte dieses Turnier damit für Kartojev höchste Priorität, um sich im besten Fall dort seinen EM-Startplatz zu sichern, wenngleich er damit auch auf seinen Start im zeitgleich stattfindenden Bundesliga-Halbfinale verzichten musste.
Und der Burghauser Nachwuchsathlet legte sich in der 67kg-Klasse sichtlich motiviert in die Riemen, um bei den Bundestrainern Pluspunkte gegenüber seinen Konkurrenten zu sammeln. Gleich im ersten Duell deklassierte Kartojev den Franzosen Mathis Lelong mit 11:0 – hierfür benötigte der Wackerianer nicht einmal vier Minuten. Wesentlich knapper verlief das Halbfinale gegen Marwane Yezza, einem weiteren französischen Athleten, der jedoch bereits auf eine über zehnjährige internationale Karriere inklusive mehrerer Teilnahmen an U23 Welt- und Europameisterschaften zurückblicken kann. Doch Kartojev ließ sich im Duell gegen seinen nominell favorisierten Gegner nicht beirren und ging durch zwei Strafpunkte nach Aktivitätszeiten sowie einen Take Down mit 4:0 in Führung. Anschließend verteidigte er seine Führung clever. Wenngleich seinem Gegner noch zwei Wertungspunkte gelangen, war dies am Ende nicht mehr als Ergebniskosmetik – Kartojev zog damit ins Finale ein. Dort wartete der dritte Franzose an diesem Nachmittag auf den Burghauser, dieses Mal Quentin Sticker, der in der Bundesliga bereits für den ASV Urloffen an den Start ging und auf eine beeindruckende internationale Karriere zurückblicken kann. Zu Kampfbeginn entwickelten sich leichte Vorteile für den Pariser, die sich auch in den Punkten widerspiegelte. Nach einem von Kartojev angefangenen Überstürzer Stickers erfolgte die schmeichelhafte Bewertung dieser Aktion trotzdem mit 4:2 zu Gunsten des Lokalmatadoren. Im weiteren Kampfverlauf neutralisierten sich beide Ringer weitestgehend, ehe es in der letzten Minute nochmals heiß herging. Nach einem Beinangriff des Franzosen setzte Kartojev seinerseits zu einem Überstürzer an und brachte diesen auch ins Ziel, sodass er den 4:2 Rückstand in eine 5:6 Führung wandelte. Nachdem sich Kartojev in den letzten Sekunden erfolgreich den wütenden Angriffen seines Gegners erwehren konnte, stand damit auch sein erster internationaler Turniersieg fest. Somit krönte Magomed Kartojev seine seit Wochen anhaltende Spitzenform mit der Goldmedaille in Nizza und dürfte nun beste Chancen auf eine EM-Nominierung haben.
Nicht weniger beeindruckend war die Leistung von Zelimkhan Khadjiev, der im 79kg-Limit den Turniersieg feierte. Nach einem Überlegenheitssieg gegen den jungen Deutschen Konstantin Polewoi, deklassierte er anschließend den hochgehandelten Georgier David Tchetchelashvili in nicht einmal einer Minute mit 10:0. Einzig im Finale wurde es etwas spannender, doch im Endeffekt hatte auch der Moldawier Vlad Stratan gegen den amtierenden Vize-Europameister nichts zu melden. Nach einer 5:0 Pausenführung brachte Khadjiev seinen Vorsprung ohne Probleme ins Ziel und konnte sich damit ebenfalls mit der Goldmedaille dekorieren.










