Einbruch in der Handball-Oberliga Süd

„Völlig unerklärlich“ – Wackers Trainer Elmar Voll hadert mit Niederlage Nummer13

Vier Treffer für Burghausen erzielte Florian Staudhammer (links), der sich in dieser Szene gegen den Torhüter von Unterpfaffenhofen-Germering, Moritz Kube, versucht. Foto: Zucker

Nichts Neues von den Handballern des SV Wacker Burghausen: Der Aufsteiger hat auch das 13. Spiel der Oberliga Süd verloren. In eigener Halle gab es ein 25:37 gegen den Tabellenachten SC Unterpfaffenhofen-Germering.
Beide Teams begannen gut und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach 20 Minuten stand es 8:8. Es folgte ein kleiner Zwischenspurt der Burghauser zum 15:12. Die Gäste zogen jedoch nach und lagen zur Pause knapp mit 16:15 vorne. „Die erste Halbzeit war o. k. Mit ein bisschen mehr Effektivität bei den Würfen hätten wir drei oder vier Tore vorne sein müssen und dann läuft das Spiel ganz anders“, sagt SVW-Trainer Elmar Voll, der über das, was nach Wiederbeginn passierte, nur den Kopf schütteln kann: „Das ist völlig unerklärlich. Wir waren in der Halbzeit ein Tor hinten und ich habe appelliert, dass wir trotz unserer elf Fehlwürfe eigentlich ein gutes Spiel machen in der Abwehr. Dann kommen wir raus und dann steht es 15:12 für uns. Und dann bekommen wir einen 0:3-Lauf in Überzahl und dann insgesamt einen 0:11-Lauf. Sowas habe ich in meiner 40-jährigen Trainerkarriere noch nie erlebt.“

Die Ursache für diesen Einbruch vermutet der erfahrene Coach im mentalen Bereich: „Dann verkrampft man und spielt nicht mehr klar. Das Ergebnis sind erzwungene Würfe, die ein gefundenes Fressen für Abwehr und Torhüter sind.“ Nach dem 15:23-Rückstand war die Partie einmal mehr gelaufen – auch weil die besprochene Taktik nicht mehr klappte. „Wir wollten die beiden gefährlichen Außenspieler des Gegners kurz nehmen. Das hat überhaupt nicht funktioniert“, bemängelt Voll die mangelnde Zusammenarbeit in der Defensive und fügt an: „Die Disziplin war vorhanden. Die Abwehr hat es die erste Halbzeit sehr gut gemacht, mit Alim Bojic als starkem Rückhalt im Tor. In der zweiten Halbzeit war das leider wie weggeblasen. Das macht mich ein bisschen ratlos.“

Und wie geht es nun beim SV Wacker weiter? „Wir trainieren weiter mit Fokus auf den Abstieg, versuchen die einzelnen Spieler noch besser zu machen, aber das Problem ist das Mentale. Wir waren auf einem guten Weg. Die letzten Spiele und Trainingseinheiten waren gut, deshalb ist dieser Einbruch völlig unerklärlich“, so der Coach. Sein Team unternimmt nun am Samstag, 31. Januar, um 18 Uhr beim ESV Regensburg, der den ersten Vergleich mit 37:23 gewonnen hat, den nächsten Anlauf Richtung erster Zähler.

Die Torausbeute der Burghauser verteilte sich diesmal auf zehn Spieler: Christian Schreyer (5/davon 4 Siebenmeter), Florian Staudhammer, Daniel Wimmer (je 4), Cristian Toth (3), Martin Gizler, David Derek, Marius Barbet (je 2), Christoph Schreyer, Raphael Maier (je 1) und Thomas Reitmeier (1/1). 

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