Beständigkeit im Fokus: Burghauser Ringer wählen Abteilungsleitung neu

Die neue Abteilungsleitung der Burghauser Ringer

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung, zu der die Abteilung Ringen des SV Wacker Burghausen für den 05. Mai ins Sportheim eingeladen hatte, kamen Vorstandsmitglieder, die Abteilungsleitung, Mitglieder und aktive Sportler zusammen, um die vergangenen Jahre rekapitulieren zu können. Mit der Neuwahl der Abteilungsleitung stand zudem ein wichtiger Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Die Versammlung begann pünktlich um 19:00 Uhr und war mit rund 50 wahlberechtigten Abteilungsmitgliedern gut besucht.

Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiter Jürgen Löblein erfolgte traditionell als erster Tagesordnungspunkt das Totengedenken in Erinnerung an verstorbene Mitglieder, ehemalige Sportler und Fans. Anschließen warf Jürgen Löblein einen Blick zurück in die vergangenen drei Jahre, in denen die Burghauser Schwerathleten mit einer Vielzahl an Erfolgen glänzen konnten. Explizit ging er auf die letzten beiden errungenen Titelgewinne im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften ein und hob dabei Sportler hervor, die in jungen Jahren nach Burghausen kamen und sich in phänomenaler Weise entwickelten, ohne die diese Erfolge schlussendlich auch nicht möglich gewesen wären. Exemplarisch nannte Jürgen Löblein Idris Ibaev, Witalis Lazovski sowie Magomed und Baschir Kartojev, die sich zu absoluten Leistungsträgern und Identifikationsfiguren im Burghauser Team entwickelten. Aber auch die Leistungen der weiteren Mannschaften blieben nicht unerwähnt. „Schon lange machten mir die Kämpfe der zweiten Mannschaft nicht mehr so viel Spaß, wie im vergangenen Jahr.“, lobte der Burghauser Ringer-Abteilungsleiter die Oberligamannschaft, die nach einer drastischen Verjüngungskur und der klaren Fokussierung auf der Förderung des eigenen Nachwuchses in der Oberliga mit starken Leitungen glänzte. Und auch für die Schülerringer, die in der abgelaufenen Saison sensationell den Titelgewinn in der Grenzlandliga feierten, fand Löblein überaus lobende Worte: „Die Schülerringer sind das Fundament jeder Abteilung, ohne einen starken Nachwuchs wird es in Zukunft auch kein Ringen mehr in Burghausen geben, zumindest nicht in dieser Leistungsklasse. Das, was unsere Nachwuchsringer in der vergangenen Saison leisteten, war erstklassig und verdient allerhöchsten Respekt.“ Scherzhaft und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Nach 20 Jahren wurde es auch mal wieder Zeit, dass der Titel an Burghausen geht.“ Als abschließende Personengruppe in seiner Rede hob Löblein noch die Burghauser Trainer sowie die sportliche Leitung hervor, ohne die einerseits die großen Erfolge in der Bundesliga generell nicht möglich gewesen wären. Dies treffe selbstverständlich auch auf die breit aufgestellte Trainer-Truppe im Nachwuchsbereich zu, die in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an hoffnungsvollen Talenten gefördert haben.

Anschließend erhielt Andreas Meier in seiner Funktion als Finanzvorstand und Kassier das Wort und rückte seinerseits Jürgen Löblein ins rechte Licht, denn auch ohne ihn und seinen immerwährenden hohen Einsatz um die Burghauser Ringer seien die Erfolge ebenso wenig möglich gewesen. In seinem Kassenbericht offenbarte Andreas Meier einmal mehr die hohen finanziellen Aufwände, die in den vergangenen Jahren nötig waren, um Leistungssport auf höchstmöglichem Niveau zu ermöglichen. Andreas Meier ließ nicht unerwähnt, dass die finanziellen Sorgen und die daraus resultierenden Probleme vor allem in der abgelaufenen Saison seine Arbeit als Kassier erheblich erschwert hätten. Auf Grund des immer größer werdenden Aufwands stellte der werdende Vater sein Amt damit zur Verfügung und stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Selbes Szeanrio bot sich bei Florian Mayerhofer, der sich seit vielen Jahren um das Lizenzwesen im DRB und der UWW kümmerte dabei mit einem enormen bürokratischen und organisatorischen Aufwand konfrontiert wurde, der für den zweifachen Familienvater nicht mehr stemmbar war. Auch er zog sich von seinem Amt in der Burghauser Abteilungsleitung zurück. Sowohl Andreas Meier als auch Florian Mayerhofer, die ihre Ämter seit dem Jahr 2014 ausübten, werden aber weiterhin ihre Aufgaben kommissarisch ausfüllen, bis passende Nachfolger gefunden sind. Zudem verabschiedete sich mit Hans Mühlthaler ein echtes Urgestein der Burghauser Ringer aus der Abteilungsleitung, der nach über 35 Jahren im Dienst der Ringerabteilung seinen Rücktritt erklärte.

In Vertretung von Andreas Kampitsch fand Jürgen Löblein anschließend noch einige Worte zum Förderverein, der eine wichtige Instanz rund um den Burghauser Ringsport sei. Seit vielen Jahren unterstütze der Förderverein die Ringer des SV Wacker Burghausen tatkräftig und ermögliche immer wieder Investitionen, die andernfalls nicht ohne weiteres stemmbar gewesen wären. Zuletzt sei die Anschaffung einer neuen Ringerpuppe erfolgt, die bereits stark ins Training mit eingebunden ist.

Im Rahmen der Neuwahlen erfolgte im ersten Schritt die Bestimmung der Wahlkommission, die durch Patron und Vereinspräsident Dr. Thomas Frey sowie Petra Wuchterl und Sabine Riekert gebildet wurden. Nachdem die alte Abteilungsleitung einstimmig entlastet wurde, erfolgten anschließen die Neuwahlen. Neben den altbekannten verbliebenen Mitgliedern stellte sich erfreulicherweise auch ein neues Mitglied zur Wahl für die neue Abteilungsleitung. Mit Christopher Rieder, der seit vielen Jahren im Rahmen der Heimkämpfe am Kampfrichtertisch als Zeitnehmer und Beauftragter für die Punktzettel agiert, ließ sich ein junger und engagierter Ringsportbegeisterter aufstellen. Die neue Abteilungsleitung wurde einstimmig wie vorgeschlagen ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen gewählt. Damit setzt sich die neue Abteilungsleitung der Ringer des SV Wacker Burghausen wie folgt zusammen:

  • Jürgen Löblein (Abteilungsleiter)
  • Konstantin Kainhuber, Rene Klimars (stellvertretende Abteilungsleiter)
  • Matthias Maasch (Sportlicher Leiter)
  • Franz Wuchterl (Sportwart)
  • Halit Yilmaz (Jugendleiter)
  • Dr. Ursula Bailer (Beisitzer, medizinische Betreuung)
  • Roman Hölzl, Martina Kastner (Beisitzer, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Martin Draxlbauer (Beisitzer, Hallensprecher)
  • Maria Wuchterl, Christoph Rieder (Beisitzer, Kampfgericht)

Zum Abschluss schwor Patron Dr. Thomas Frey alle Anwesenden auf die kommenden Jahre und die mit den aktuellen finanziellen Schwierigkeiten einhergehenden Problemen ein. Der Vereinspräsident betonte in seinen Ausführungen ausdrücklich die Bedeutung der jungen Mitglieder für die weitere Entwicklung des Vereins. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und eines steigenden organisatorischen Aufwands sei es wichtiger denn je, dass sich insbesondere jüngere Mitglieder aktiv einbringen und Verantwortung übernehmen. Der Verein lebe vom Engagement aller Generationen, könne aber nur dann dauerhaft bestehen, wenn auch die Jugend bereit sei, Aufgaben zu übernehmen und neue Impulse zu setzen. Dabei hob der Vorstand hervor, dass es nicht um Pflicht im negativen Sinne gehe, sondern um die Chance, den Verein mitzugestalten, eigene Ideen einzubringen und frühzeitig Verantwortung zu lernen. Zugleich sicherte er Unterstützung und Begleitung zu, um den Einstieg in ehrenamtliche Tätigkeiten zu erleichtern.

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