DRB korrigiert Endstand des 11. Kampftags: Burghausen - Schorndorf


- 11.12.2025
- Von: Roman Hölzl
Unmittelbar nach dem Heimkampf zwischen dem SV Wacker Burghausen und dem ASV Schorndorf vermerkten die Gäste einen Hinweis im Kampfprotokoll. Grund war die Wertung des Freistilkampfs in der 66-kg-Klasse zwischen Jamshed Panjshiri und Burak Demir. Diesem Einwand wurde nun stattgegeben: Die ursprüngliche Wertung wurde annulliert und der Kampf neu angesetzt. Mit dieser Entscheidung ging jedoch ein weiterer Punkt einher, der bei den Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen Fragen aufwarf.
Rückblick
Am 11. Kampftag trennten sich der SV Wacker Burghausen und der amtierende Deutsche Meister ASV Schorndorf mit einem 15:15-Unentschieden. Die Gäste beanstandeten die Wertung des 66-kg-Kampfs, da das bereits vom Kampfrichter Wolfgang Spänle (ASV Bruchsal) unterschriebene Protokoll nach der Siegesverkündung geändert wurde. Ursache war ein Protokollfehler: Eine Verwarnung gegen den Burghauser Athleten wurde fälschlicherweise mit zwei statt einem Punkt gewertet. Durch die nachträgliche Korrektur dieses Fehlers wurde das Ergebnis von drei Mannschaftspunkten zu Ungunsten der Gäste auf zwei reduziert.
Ergebnis des Verwaltungsentscheids
Gemäß eines Verwaltungsentscheids des Deutschen Ringerbunds wurde am 03.12.2025 wurde dem Einwand des ASV Schorndorf stattzugeben. Der betroffene Kampf wurde annulliert und für beide betroffenen Parteien überraschend zur Wiederholung angesetzt. Zudem wurde festgelegt, dass der SV Wacker Burghausen sein Heimrecht für diesen Kampf verliert und die Neuansetzung an einem neutralen Ort – konkret: im baden-württembergischen Ulm – ausgetragen werden solle.
Stellungnahme des SV Wacker Burghausen
Der SV Wacker Burghausen akzeptiert den Rechtsspruch hinsichtlich der Neuansetzung des Einzelkampfs zwischen Jamshed Panjshiri und Burak Demir. Keine Akzeptanz findet hingegen die zweifelhafte Entscheidung, dass dem SV Wacker Burghausen im Rahmen des Rechtsspruchs sein ordnungsgemäßes Heimrecht für den Wiederholungskampf entzogen wurde. Eine Prüfung des Regelwerks des Deutschen Ringerbunds ergab, dass dort keinerlei Einträge hinsichtlich eines standardisierten Verfahrens für Wiederholungskämpfe vorhanden sind. Entscheidungen dieser Tragweite müssen immer auf rechtlich klaren, nachvollziehbaren Kriterien beruhen. Der SV Wacker Burghausen fordert daher den Verband auf, seine Verantwortung wahrzunehmen und künftig eine eindeutige Rechtssicherheit in ihren Entscheidungen sicherzustellen. Dies ist nur mit einem lückenlosen Regelwerk möglich, welches in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in der Kritik stand und dringend eine fundamentale Überarbeitung benötigt.
Der Nachholkampf wurde seitens des SV Wacker Burghausen in letzter Konsequenz abgesagt. Folglich wird der Mannschaftskampf zwischen dem SV Wacker Burghausen und dem ASV Schorndorf mit 15:17 gewertet.












